Rückblick

Rückblick auf die Bürgergemeinde

Die Bürgergemeinde hat sich aus alten Rechten und Pflichten heraus entwickelt. Die gemeinsame Nutzung der Ressourcen, der Weiden, der Ackerflächen und des Waldes war nur in gegenseitiger Absprache möglich. Dazu traf man sich in der Regel am Sonntag nach dem Kirchgang, der ohnehin alle Männer zusammenführte.

Die schriftlichen Anfänge der Bürgergemeinde sind, da die entsprechenden Protokollbände beim Brand von 1865 verloren gegangen sind, nicht mehr fassbar. Seither zeigen die Protokolle, dass auch weiterhin praktische Fragen zu entscheiden waren. Die Ämter mussten bestellt werden, ein Mauser gefunden, soziale Härten gemildert und über die Aufgaben und Ansprüche der Dorfbewohner entschieden werden. Noch 1904 war der Einwohnergemeinderat auch als Bürgergemeinderat anerkannt.

Im Jahre 1924 kam es zur Güterausscheidung. Mit Ausnahme des Gemeindewaldes wurde aller Besitz der Einwohnergemeinde übertragen. Der Gemeindewald war auf Fr. 113'000 geschätzt und wurde im gleichen Jahr zur Sicherung des Kredites für die Wasserversorgung eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit der Stärkung der Einwohnergemeinden ging die Bedeutung der Bürgergemeinde laufend zurück. Noch heute aber schätzen die in Lüsslingen wohnenden Ortsbürger das Bürgerlos, welches ihnen ein Quantum Brennholz sichert.

Die namentlich bekannten Ammänner der Bürgergemeinde sind:
Ziegler Johann
Furrer Jakob
Emch Johann
Furrer Fritz
Huetiger Johann
Schluep Robert
Eggli Alfred (bis mind. 1909)
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Wyss Adolf
Kohler Karl
Liechti Otto
Eggli Alfred (bis 1966)
Kohler-Affolter Willi (bis 2000)
Kohler Hans

 

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