Die ECLATIN einst

Die Anfänge der ECLATIN AG

Guten Tag
Mein Name ist Johannes Kijlewer, ich bin der Gründer der ECLATIN AG.

Kurz nach der Jahrhundertwende kam ich aus Amsterdam nach Solothurn. Hier habe ich ab 1906 mein Geschäft für chemische und pharmazeutische Produkte weitergeführt und begonnen, Farben zu produzieren.

Johannes Kijlewer
Die Eclatin einst

Die Anfänge

Das Mischen von Farbe, Naturharz und Öl erfolgte durch das Erhitzen und Rühren dieser Stoffe. Da sich dabei üble Gerüche entwickelten war bereits die erste Produktionsanlage ausserhalb des überbauten Gebietes.

Die ECLATIN in Lüsslingen

Nach 10 Jahren, im Jahre 1916, konnten wir in einer Kiesgrube eine neue Farbenkocherei errichten, Gestank und Abgase wurden über das Hochkamin abgeleitet.
Bald war der Platz erneut zu klein und ein Teil der angelieferten Rohstoffe wurde im Freien gelagert.

Die Eclatin in Lüsslingen
Die Eclatin einst

Ausdruck des wirtschaftlichen Aufschwunges war die rege Nachfrage nach unseren Farben, so dass wir bald unseren eigenen Lastwagen anschafften. Damit wurden die Rohstoffe vom Bahnhof in die Fabrik gebracht, zum Teil wurden auch die Kunden beliefert.

Gegen den Bärenbach hin wurden die Produktionsanlagen erweitert und im 1. Stock auch Wohnmöglichkeiten eingerichtet.

Die Eclatin einst
Die Eclatin einst

Für die immer wichtiger werdenden Lösungsmittel wurde ein Tanklager angelegt. Da dieses ein beachtliches Brandrisiko darstellte, lag das Lager etwas abseits und wurde durch Betonmauern abgeschirmt. Zum Glück kam es nie zu ernsthaften Bränden oder Explosionen.

Vor der Herstellung einer Charge frischer Farbe mussten die Rohstoffe auf Zimmertemperatur gebracht und abgewogen werden. Dazu wurde die benötigte Menge Lösungsmittel in die Halle geholt, wo auch die teuren Farbpigmente lagerten.

Die Eclatin einst
Die Eclatin einst

Die notwendige Prozesswärme wurde mit Kohlen erzeugt, vom Korridor aus wurde die Feuerung bedient.

In grossen Kesseln wurden die Zutaten erhitzt und gemischt, so dass sie sich zur Farbe verbinden konnten. Nach dem Kochen wurde der Kessel von der Kochstelle geholt und die Farbe in Gebinde verpackt.

Die Eclatin einst
Die Eclatin einst

Während Harz, Öl und Lösungsmittel flüssig verarbeitet wurden, blieben die Farbpigmente immer fest. Diese mussten daher mit Mühlen und Reiben möglichst fein zerkleinert werden.

Auf Walzenstühlen wurden die Pigmente solange zerrieben, bis die verlangte Konsistenz erreicht war. Der Antrieb erfolgte durch einen starken Elektromotor, der über eine Transmission zahlreiche Mühlen bewegte.

Die Eclatin einst
Die Eclatin einst

In einer Perlmühle, im Inneren des auf Rollen gelagerten Behälters, wurden mit Hilfe von Stahlkugeln die Farbpigmente zerkleinert.

Das Geheimnis unseres Erfolgs war das Labor. Hier wurden die Lösungen für die Kundenbedürfnisse entwickelt. Oft waren wir der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus. Unser guter Ruf sicherte uns auch bedeutende Aufträge, etwa den Schutzlack für Tuben mit Kosmetikprodukten.
Vieles hat sich seit meiner Zeit geändert, doch die Prinzipien der Herstellung von Farben sind gleich geblieben.
Noch immer ist das Bedürfnis nach Farben ungebrochen und unsere Welt wäre grau ohne sie.

 

 

Die Eclatin einst

 

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